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Von Teufelstrillern und der Glasharmonika

Benefizkonzert des Lions Clubs

Nach seinem Flörsheimer Jazzkonzert im Frühjahr diesen Jahres veranstaltete der Lions Club Hochheim-Flörsheim am Sonntag, den 12. November 2017 sein Benefizkonzert für die Freunde der klassischen Musik in der Hochheimer Pfarrkirche St. Peter und Paul. Das Quintett des Mainzer Kammerrochesters – verstärkt mit drei herausragenden Solisten – füllte das Gotteshaus mit seiner Klangfülle mehr als aus.

Nach kurzer Begrüßung durch den amtierenden Lions-Präsidenten Olaf Lassalle folgten launige wie in die musikalische Materie einführende Worte des Orchesterleiters Volker Müller. Das Concert „La Pantomime“ des wohl größten französischen Komponisten Jean-Philippe Rameau eröffnete den musikalischen Reigen, es folgte Alessandro Marcellos Konzert für Oboe und Streicher in d-Moll. Hier brachte die Solistin Charlotte Wulfert eindrucksvoll zu Gehör, warum sie bereits auf eine Karriere in  Bundesjugendorchester und der Jungen Deutschen Philharmonie verweisen kann.

Es folgte Giuseppe Tartinis „Teufelstriller“ genannte Sonate in g-Moll für Solo-Violine und Streicher. Die ungarische Geigerin Katalin Hercegh, ehemals Mitglied des „Chamber Orchestra of Europe“, Konzertmeisterin des Deutschen Kammerorchesters Neuss und am Kasseler Staatstheater zeigte insbesondere im vierten Satz ein furioses Finale mit einem Kadenz-artigen, ausgiebigen Solopart, der dem Titel der Sonate alle Ehre machte.

Weiter ging das Konzert mit eingängigen, aber weniger bekannten Werken wie der „Sinfonia Burlesca“ von Leopold Mozart. Ungewöhnlich die Benamung der Sätze wie „Hanswurst“, „Il Signor Pantalone“ oder „Arlequino“. Insbesondere bei letzterem war der Harlekin im Zwiespiel des Violoncello mit den beiden Holzbläsern Oboe und Querflöte leicht auszumachen. In den „tutti“-Passagen hingegen füllte das Mainzer Kammerorchester die Pfarrkirche derart mit Klang, dass die gut 350 Zuhörer kaum glauben mochten, dass hier nur acht wenn auch herausragende Musiker am Werk sein sollten. 

Die Flötistin Renate Kehr, nach zahlreichen Konzertreisen zwischen Flandern und Sizilien, zwischen Wien und Madrid aber auch in die USA und den Fernen Osten heute am Mainzer Peter-Cornelius-Konservatorium unterrichtend, bestritt den Solopart in Tomaso Albinonis Adagio in g-Moll.

Die Flötistin Renate Kehr

Das Spätwerk Wolfgang Amadeus Mozarts „Adagio und Rondo“ in c-Moll und C-Dur, weitestgehend unbekannt da ursprünglich für Glasharmonika komponiert und einer blinden Musikerin dieses seinerzeit schon recht seltenen Instruments gewidmet, beschloss das Konzert. Die acht Akteure wurden nicht nur mit lang anhaltendem Applaus, sondern erst nach einer Zugabe und dann mit dem aktuellen Lions-Wein des Weinguts Rebenhof verabschiedet.

Alle Überschüsse aus diesem Konzert kommen wie nach allen Benefizaktivitäten des Lions Clubs Hochheim-Flörsheim dessen sozialen und kulturellen Projekten zugute, das heißt Organisationen wie dem Hochheimer Antoniushaus, Projekten an den Hochheimer und Flörsheimer Schulen, den Jugendfeuerwehren der fünf Ortsteile sowie der Krebshilfe.

Das nächste Benefizkonzert des Lions Clubs findet am 15. April 2018 wiederum in Flörsheim statt. Auf dem Programm steht dann Jazzmusik mit Chris Hopkins und den „Echoes of Swing“ sowie im Vorprogramm der Bigband des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums.